Berufsbetreuer möchten auch gerne Clearer sein

BdB will anderes Clearing-Modell, BVfB gar kein Clearing

Im Abschlussbericht der BMJV-Erhebung zu den anderen Hilfen schätzt das durchführende Institut IGES ein, dass bei konsequenter Ausschöpfung des betreuungsvermeidenden Potentials anderer Hilfen künftig 10 - 15 % der Betreuerbestellungen eingespart werden könnten. Weil die Länderjustizminister diese Quote offenbar enttäuschend niedrig fanden, legte das IGES nach und empfahl, zusätzlich ein Modell einer „zeitlich begrenzten Fallverantwortung und erweiterten Assistenz“ mit folgenden Elementen zu erproben.

Sofort 24 Prozent mehr Zeit und 25 Prozent mehr Geld für Berufsbetreuer!

Wie sich die Berufsbetreuer mit hohen Forderungen den eigenen Ast absägen

Sofort 24 Prozent mehr Zeit und 25 Prozent mehr Geld für Berufsbetreuer! Beide Betreuergewerkschaften eröffnen die diesjährige Tarifrunde in der Betreuungsindustrie mit einer hohen Forderung, um die Arbeitgeber unter Druck zu setzen und drohen mit Warnstreiks …

Handlungsempfehlungen der ISG-Erhebung zur Betreuungsqualität – ein Steinbruch für die Justizminister?

Im Rahmen des Forschungsprojektes des ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH „Qualität in der rechtlichen Betreuung“ im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz haben die Autoren des Abschlussberichts im Sinne einer Politikberatung insgesamt 54 Handlungsempfehlungen formuliert.

GroKo will Betreuungsstrukturreform

Aus dem Koalitionsvertrag, Stand 7.2.2018, 11:45 Uhr; S. 125

„…Wir werden das Vormundschaftsrecht modernisieren und das Betreuungsrecht unter Berücksichtigung der Ergebnisse der jüngst durchgeführten Forschungsvorhaben in struktureller Hinsicht verbessern. Im Einzelnen wollen wir den Vorrang sozialrechtlicher Hilfen vor rechtlicher Betreuung, die Qualität der Betreuung sowie Auswahl und Kontrolle von Betreuerinnen und Betreuern, das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen („Unterstützen vor Vertreten“), sowie die Finanzierung der unverzichtbaren Arbeit der Betreuungsvereine in Zusammenarbeit mit den Ländern stärken. Für eine angemessene Vergütung der Berufsbetreuerinnen und -betreuer wollen wir ebenfalls zeitnah Sorge tragen.“

Höhere Stundenansätze für alle als Rettungsanker für die Betreuungsvereine?

Ländersozialminister wollen Vereinen schnell helfen – aber keine Stundensatzerhöhungen

Die 94. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2017 hat am 6./7. Dezember 2017 in Potsdam einstimmig gefordert, die Vergütungsstruktur im Hinblick auf die spezifische Funktion und die besonderen Belange der Betreuungsvereine anzupassen. Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder fordern die künftige Bundesregierung auf, in der laufenden Legislaturperiode zeitnah einen Gesetzesentwurf vorzulegen.